Praxistest: Motorola RAZR V3i
(30.05.2006)
Der Formfaktor des V3i entspricht 1:1 dem des legendären V3, sodass das Handy prima für Hemd- und Hosentaschen geeignet ist. Trotz der geringen Tiefe (14mm) ist das V3i recht breit und wirkt im aufgeklappten Zustand ziemlich lang. Vor allem Materialauswahl und kleine Details heben das V3i vom Vorgänger ab: die Klappenoberseite ist mit einer Titanschicht überzogen, die das Handy dank kreisförmiger Bürstung aus jedem Blickwinkel metallisch funkeln lässt. Minimale Knarzgeräusche lassen eine durchschnittliche Fertigungsqualität vermuten, die im schlecht verarbeiteten Akkudeckel gipfelt, der sich nur mit viel Fingerspitzengefühl entfernen und nur mit leichter Gewaltanwendung wieder vollständig aufbringen lässt.
Das Display bleibt mit 176x220 Pixeln Auflösung bei einer Diagonalen von 5,6 cm und 262.144 Farben brilliant und leuchtstark, leider verfälschen die Farben schon unter leichter Neigung des Blickwinkels. Das kleine Außendisplay mit 96 mal 80 Pixeln Auflösung stellt maximal 4096 Farben dar und ist nach unserer Einschätzung etwas heller ausgefallen als beim Ur-RAZR. Auch bei der Tastatur setzt Motorola auf Bewährtes: Aluminium deckt fast die gesamte Innenseite des Folders ab. Die Zwischenräume der Tasten sind mit einer lichtdurchlässigen, blauen Gummierung gefüllt, Die Tastaturbeleuchtung des V3i schlägt einen dunkleren Blauton an, der die Tastatur in gestochen scharfem, luminiszenten Licht hervorhebt - im Zusammenspiel mit dem mattschwarzen Gehäuse ist Motorola hier ein wirklich cooles Ambiente gelungen. Klar definierte knackige Druckpunkte und ein äußerst kurzer Tastenhub ermöglichen schnelles und fehlerfreies Tippen. Direkt unter dem Folderscharnier liegt ein unscheinbarer Helligkeitssensor, der die Beleuchtung bei Bedarf abschaltet, um eine optimale Ablesbarkeit zu gewährleisten.
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